Dienstag, 25. Februar 2014
Odyssee eines Pakets nach Spanien
11.12.13
Aufgabe des Pakets bei der Post in einem kleinen Ort im Thurgau/Schweiz

11.12.13
Sortierung in einem grossen schweiz. Verteilzentrum

12.12.13
Sortierung im nächsten grossen schweiz. Verteilzentrum

12.12.13
Ankunft und Abgang Grenzstelle Schweiz

13.12.13
Ankunft Grenzstelle Spanien und Übergabe an Zoll

27.12.13
Empfängerin hat Paket nicht erhalten. Sie erhielt einen Avis von der Post, dass sie das Paket abholen könne. Die Post im Touristenort an der Costa Brava war aber ab 28.12.13 geschlossen. Nach den Feiertagen wusste aber niemand mehr im Postbüro etwas von diesem Paket. Die Empfängerin solle sich beim Zoll in Madrid melden.

3.1.14
Kommunikation zwischen dem Absender, der Empfängerin und der spanischen Post.
Paket am Zoll blockiert. Zollkontrolle wird Paket an den Absender zurückschicken weil keine Verzollung nötig sei.
Empfängerin musste dafür 5 Formulare ausfüllen. Man müsse das Paket als Geschenksendung deklarieren. Die Schweizer Post behauptet aber, dass dieses Paket zu schwer sei für eine Geschenksendung.

12.1.13
Empfängerin ist auf der Suche nach dem Paket ins Leere gelaufen. Das Paket ist noch nicht wieder in der Schweiz beim Absender angekommen.
Der spanische Postchef erklärt ihr, dass nicht sie sondern der Absender das Paket suchen muss

15.1.13
Absender veranlasst aus der Schweiz die Nachforschung nach dem Paket

24.1.13
Bestätigungsbrief der Schweizer Post, dass sie die Nachforschungsunterlagen erhalten hat

6.2.13
Rücksendekosten betragen sfr. 20.--

10.2.13
Nachricht von der Schweizer Post: Das Paket wurde in die Schweiz zurückgesandt, weil die Adresse unvollständig gewesen sei! Es fehlte die Strassenbezeichnung!

11.2.13
Paket wieder beim Absender eingetroffen. Die Strassenbezeichnung sei seit längerem nicht mehr nötig, laut Empfängerin.
Das Paket wird nochmals abgeschickt, diesmal über Deutschland, mit einer deutschen Absenderadresse.

18.2.13
Mail von Empfägerin: "Hurra, soeben ist der Postangestellte mit dem Paket angekommen! Ich bin im Himmel! Tausend Dank für Eure Mühe.
Die Odyssee verdanken wir der neuen Regierung, die überall wo möglich, neue Taxen erfindet, um zu Geld zu kommen.

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Freitag, 21. Februar 2014
Südkurier, 11. Februar 2014
Viele Berichte, viele Meinungen. Z.B. "Ein Land erschrickt über sich selbst". Die Beiträge sind erschreckend und man könnte sich fragen, wissen die Deutschen überhaupt um was es geht? Ganz kurz: Die Schweizer nahmen nicht ihr Stimmrecht wahr, sondern ihre Stimmpflicht! Merken Sie sich das! Wenn alle unsere Schweizer Jugendlichen ihre Stimme abgegeben hätten, wäre das Ergebnis andersrum herausgekommen. Denn es geht doch auch um die Zukunft der Menschen, die hier mitten in Europa leben dürfen (wollen, können, müssen...). Europa war schon immer grössenwahnsinnig, das zeigt die Geschichte (dieser Geschichte sollten sich die Deutschen eigentlich bewusst sein).
Wenn man die Berichte so liest, hat man das Gefühl, dass die "kleine" Schweiz nicht ernst genommen wird. Das Bankgeheimnis hat man ihr endlich wegnehmen können, was will denn die EU jetzt schon wieder von uns? Die Zeitungsberichte sind zum Schmunzeln. Ich lebe nahe an der deutschen Grenze und ich gehe gerne auf deutschem Boden einkaufen. Nicht weil bei uns die Preise hoch sind, auch nicht weil die Preise bei euch Baden-Württemberger ein ganz klein wenig! niedriger sind. Ich kaufe gerne bei euch ein, weil ich eure Herzlichkeit schätze. (Die Herzlichkeit, die ich z.B. in Zürich vermisse). Die EU ist ein Auslauf-Modell. Wie sieht's denn aus mit den Flüchtlingsströmen, die in Italien landen? Italien ist in der EU, sie wird aber mit dem Flüchtlingsproblem auf Lampedusa weitgehend allein gelassen von der EU. Kehrt doch zuerst mal vor eurer eigenen Tür, bevor ihr uns kleinen Schweizerlein Angst machen wollt! Überhaupt die Angstmache: Bis jetzt funktionierte sie als Instrument unserer sieben Köpfe in der Regierung (auch ein Irrtum, falls sie glauben, wir kleinen Schweizer werden nur von sieben Köpfen regiert). Unsere sieben Regierungsköpfe haben sich immer wieder einschüchtern lassen von den grossmäuligen EU-Chefsessel-Klebern. Aber oha Lätz! Das Schweizer Volk erwacht ganz langsam aus dem Dornröschen-Schlaf, reibt sich die Augen und wird sich mit der Gewissheit trösten, dass unsere sieben Regierungsköpfe auswechselbar sind. Mein Mann und ich leben nahe an der deutschen Grenze in einem Miethaus, als einzige Schweizer sind wir umgeben von Deutschen. Bis jetzt ist uns noch nicht klar geworden, welche Rosinen die Deutschen uns wegpicken. Wenn diese Deutschen, die schon jahrelang bei uns leben, sich eingebürgert hätten, wäre das Abstimmungsergebnis auch andersrum ausgefallen. Aber eben, das Bürgerrecht kostet ein ganz klein wenig und die Stimmpflicht inkl. dem Studium der Initiativtexte gibt halt Arbeit, bei der man nichts verdient! Da liegt doch der Hase im Pfeffer...
Mal schauen, wie es weitergeht. Aber wir Schweizer können euch versichern, auch die EU werden wir überleben. Tschüss!

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